Fragen & Antworten

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Warum wird die Erdgasfernleitung MONACO von Burghausen nach Finsing gebaut?

Der Bau der Leitung soll den bestehenden und zukünftigen Gastransportbedarf im Netzgebiet der bayernets GmbH sicherstellen. Mit der MONACO wird der Gastransport von und zu den am Netz der bayernets angeschlossenen großen Erdgasspeichern in Südbayern und Österreich in der erforderlichen Höhe ermöglicht. Zudem werden die Netzstabilität und Netzflexibilität verbessert.


Was bedeutet der Name MONACO?

"MONACO" ist die italienische Bezeichnung für die Stadt München ("Monaco di Baviera"). Die neue Ferngasleitung transportiert Erdgas von der bayerischen Landesgrenze (Burghausen) vor die Tore Münchens (Finsing), deshalb wurde die Leitung MONACO benannt.


Wie trägt die neue Gasleitung zur Verbesserung der Versorgungssicherheit bei?

Durch die Baumaßnahme werden neue Transportwege und dazu entsprechende neue Transportkapazitäten geschaffen. Die österreichischen Erdgasspeicher Haidach und 7Fields werden direkt an die MONACO und somit an das deutsche Erdgastransportnetz angebunden. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit im süddeutschen Raum geleistet.


Welchen Beitrag kann die Gasleitung MONACO für die Umsetzung der Energiewende leisten?

Als effizienter und flexibler Energieträger unterstützt Erdgas die Energiewende. Erdgas liefert wesentliche Lösungen, um die erneuerbaren Energien in die Wärmeversorgung und dezentrale Energieerzeugung zu integrieren und zugleich Effizienzpotentiale zu heben. Für die Nutzung regenerativer Energiequellen ist Erdgas ein idealer Partner. So können moderne Gaskraftwerke kurzfristig auf die schwankende Einspeisung der erneuerbaren Energien reagieren. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung kann Strom und Wärme gleichzeitig mit hohem Wirkungsgrad erzeugt werden. Für diese Energieerzeugung bieten sich ebenfalls hocheffiziente Gaskraftwerke an.


Wann werden die Bauarbeiten losgehen und wie sieht der derzeitige Zeitplan aus?

Die Regierung von Oberbayern hat Anfang 2016 den Planfeststellungsbeschluss, der im Frühjahr 2016 bestandskräftig geworden ist, für die MONACO-Leitung erlassen. Die Genehmigung zum Leitungsbau nach Gashochdruckleitungsverordnung (GasHDrLtgV) liegt mit dem Nicht-Beanstandungsbescheid des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie seit Ende August 2016 vor. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen zur Umsetzung des Bauprojekts MONACO. Erste bauvorbereitende Maßnahmen starteten im Herbst 2016. Die Rohr- und Tiefbauarbeiten beginnen im Winter 2016/2017. Die Inbetriebnahme erfolgt in 2018.


Wie werden die Bauarbeiten ablaufen?

Über den Ablauf der Baumaßnahme können Sie sich hier informieren.


Wird es Einschränkungen für die Anwohner geben?

Unter Umständen ist mit Lärm, Staub und Verkehrsbeeinträchtigungen in Nähe der Baustelle zu rechnen. bayernets wird die Einschränkungen für Anwohner und Betroffene so gering wie möglich halten.


Wie dick sind die Leitungsrohre und wie tief werden sie verlegt?

Die Wandstärke der MONACO-Leitung beträgt in der Regel 22,2 mm. Es werden Leitungsrohre aus hochfestem Stahl nach der DIN EN ISO 3183 verwendet. Die Leitungsrohre werden mit einer Mindestüberdeckung von 1,2 m verlegt.


Werden beim Bau regionale und lokale Unternehmen eingebunden sein?

Bei der Umsetzung der Baumaßnahmen werden auch regionale und lokale Unternehmen eingebunden. Als öffentlicher Auftraggeber muss bayernets jedoch einen Großteil der Gewerke europaweit ausschreiben.


Wie wird der sichere Betrieb der Erdgasfernleitung gewährleistet?

Die MONACO-Leitung wird nach dem neuesten Stand der Technik und nach höchsten Sicherheitsstandards errichtet und betrieben. Dies wird von bayernets und unabhängigen Gutachtern wie dem TÜV überprüft.


Was geschieht nach Beendigung der Rohr- und Tiefbauarbeiten?

Die Wiederherstellung und Rekultivierung der in Anspruch genommenen Flächen erfolgt in Absprache mit landwirtschaftlichen Sachverständigen. Die wiederhergestellten Flächen werden gemeinsam mit den Bewirtschaftern bzw. Eigentümern abgenommen.


Ist eine Gasversorgung der betroffenen Gemeinden durch die neue Leitung möglich?

Die Gasversorgung von Gemeinden erfolgt über die örtlichen Gasverteilnetzbetreiber, die ihrerseits über Ferngasleitungen wie die MONACO versorgt werden.


Ist die Weiterführung der Erdgasfernleitung als MONACO 2 von Finsing nach Amerdingen noch in Planung?

Die bayernets GmbH sieht aktuell keinen Bedarf für die Weiterführung einer Gasleitung von Finsing bis Amerdingen (MONACO 2). bayernets plant, das Raumordnungsverfahren für die MONACO 2 deshalb nicht weiterzuführen. Die Umsetzung dieser Entscheidung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bundesnetzagentur im Rahmen der Genehmigung des Netzentwicklungsplanes Gas 2016.